Stellen sich den großen Fragen der Kleinkunst: die Mitglieder des DIKuK. Foto: Birgit Schikora-Keßler

Erlaubt ist, was Niveau hat!

Das Weimarer Künstlernetzwerk DIKuK entwickelt anspruchsvolle Kleinkunstformate jenseits von althergebrachten Kalauern.

„Vergnügen ist nichts als ein höchst angenehmer Schmerz“, heißt es bei Heinrich Heine. Kabarett und Kleinkunst sollen das Publikum unterhalten, ihm aber vor allem auch ein paar Wunden zufügen!

2017 nahmen dies einige junge Künstlerinnen und Künstler aus Weimar zum Anlass, das Deutsche Institut für Kabarett und Kleinkunst e.V., kurz DIKuK, zu gründen, um jenseits von Witzen über die Ehe oder althergebrachten Kalauern neue und anspruchsvolle Programme zu entwickeln oder besonderen Konzertformaten eine Bühne zu geben.

Das DIKuK ist dabei vor allem ein Netzwerk von Kleinkünstlern und Musikern jedweder Couleur, die sich den großen Fragen der Kleinkunst stellen: Was kann alles Kleinkunst sein? Wie weit darf man mit Kleinkunst gehen? Kann Kleinkunst auch groß daherkommen? Mit Veranstaltungen und Performances versuchen die Akteure hierauf Antworten zu finden und gleichsam ästhetische Grenzen neu zu formulieren. Frei nach dem Motto: Erlaubt ist, was Niveau hat!

In Zukunft will das DIKuK die Kleinkunst entstauben und ihr ein moderneres Gewand überziehen: Kann eine Zaubershow philosophisch sein? Kann Kabarett zu einem Theaterstück werden? Wann wird Musik zum Diskurs? Hierzu finden regelmäßig Veranstaltungen im Projekt EINS oder auch im mon ami in Weimar statt.

Die Arbeit des DIKuK wird sich gemäß dem Wunsch der Künstlerinnen und Künstler aber zunehmend auch überregional entfalten und das Netzwerk somit weiter vergrößern. Noch steckt der Verein in den Kinderschuhen. Damit er herauswachsen kann, sind interessierte Veranstalter und Künstler*innen sowie potentielle Partner und Sponsoren herzlich willkommen! Und wichtiger fast: ein aufgeschlossenes Publikum!