Ein Ort in einem ständigen Wandlungsprozess: das gaswerk weimar. Foto: Canan Yilmaz

Kompetentes Konglomerat mit Identität

Das ehemalige Gaswerk im Weimarer Westen ist ein Produktionsstandort der besonderen Art: Hier wird Energie erzeugt, kulturelle Energie!

Frech blitzte der Stahl im Sonnenlicht. Seine Lichtzeichen funkten von den Rändern der Stadt her eine Nachricht ins Zentrum. Es gäbe, so war der Code zu entschlüsseln, neue Prosperität auf altem Industriegelände. Ein Produktionsstandort wurde reanimiert. Und das Erzeugnis: Energie! Kulturelle Energie!

Das Gelände des ehemaligen Gaswerks an der Schwanseestraße 92 in Weimar bietet viele Räumlichkeiten, die sich über die letzten Jahre hinweg zu funktionalen Arbeitsräumen und Ateliers entwickelt haben. Der Ort befindet sich sozusagen in einem ständigen Wandlungsprozess, welcher vorsieht, alle zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten auszubauen und weiterzuentwickeln. Hinter dem gaswerk brodelt eine Energie, die Weimar immer schon im Blut hatte, aber selten dauerhaft zu nutzen verstand. Ganz klassisch heißt das: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Und die Einheit von Kunst und Technik bedenkend, formt sich hier seit nunmehr über 20 Jahren die alte Bauhaus-Idee zu neuer Tat.

Das gaswerk ist eine Verbindung von Produktionsstätte, Ausstellungsfläche, und Werkstattbetrieb in Kombination mit laufendem Programm unterschiedlicher künstlerischer Genres. Ein Gelände, auf dem sich Kultur, Universität, Wirtschaft und Forschung treffen. Ein kompetentes Konglomerat mit Identität und wachsender Frequentierung in Verbindung mit anspruchsvollen Kulturveranstaltungen. 

Das gaswerk kann als Schnittstelle zwischen Bauen, Medien, Design und Kunst weiterhin mit nationalen und internationalen Projekten zum kulturellen Angebot der Stadt Weimar und Thüringens beitragen. Und: Das Gelände bietet noch immer genügend Freiraum, um neue Ideen und Konzepte zu integrieren.