Das Jazzcafé überzeugt mit gemütlicher Atmosphäre und fairen Preisen. Foto: Marko Drüge

Studentendienstag & Rummelbums

Wer beim Med-Club Jena mitmachen will, muss nicht Medizin studieren – man sollte aber jeden zweiten Dienstag freihaben.

Der Med-Club Jena wurde 1972 gegründet und besteht noch heute als Studentenverein an der Friedrich-Schiller-Universität. Ein Medizinstudium ist allerdings keine Voraussetzung für die Mitgliedschaft im Verein – im Gegenteil: es gibt derzeit nicht ein aktives Mitglied, das tatsächlich Medizin studiert.

Der Verein organisiert und betreut neben dem „Traditionsprodukt“, dem Studentendienstag, auch viele andere Veranstaltungen wie Kickerturniere, Salsa-Abende, private Feiern, große Partys (Arbeitstitel: „Rummelbums“), Poetry-Slams, Band-Contests, Filmabende und Tagungen.

Große Freiheit bei der Auswahl und Planung der Veranstaltungen erhält der Verein durch die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder. Dadurch ist er nicht gezwungen, bestimmte Veranstaltungen aus wirtschaftlichen Gründen durchzuführen, sondern kann frei entscheiden. Außerdem kann der Med-Club dadurch seine Gäste zu sensationell günstigen Preisen mit leckeren Getränken versorgen.

Die Tätigkeit im Verein beschränkt sich natürlich nicht nur auf die Arbeit hinter der Bar oder an einer der anderen Positionen, die während der Veranstaltungen besetzt werden müssen. Es gibt noch viele weitere Arbeitsbereiche, in denen sich die Mitglieder einbringen können, wie Werbung, Finanzen, Technik oder „Bautrupp“.

Zwischenzeitlich war der Med-Club lange ohne dauerhaftes Zuhause. Seit 2016 dient das Jazzcafé im Kulturbahnhof Jena als Heimstätte. In unzähligen Stunden Eigenarbeit wurde der Raum mit seiner denkmalgeschützen Holzvertäfelung renoviert und nach eigenen Vorstellungen gestaltet. Das Jazzcafé bietet nicht nur den Mitgliedern Raum für Entfaltung und die Umsetzung von Veranstaltungsideen, die Räumlichkeiten können auch von Dritten kostengünstig für Geburtstagsfeiern, Jugendweihen oder Polterabende gemietet werden.