Stilvoll und gemütlich: das Paul-Gustavus-Haus. Foto: Förderverein Paul-Gustavus-Haus Altenburg e.V.

Von der Malzkaffeefabrik zum Kulturzentrum

In Altenburg entwickelt sich das denkmalgeschützte Jugendstilgebäude des Paul-Gustavus-Hauses mit viel Engagement zu einer alternativen kulturellen Begegnungsstätte .

Mitten in der Altenburger Altstadt steht das Paul-Gustavus-Haus. Mit seinen Produktions-, Kontor- und Lagerräumen und seiner Jugendstilfassade gilt das Gebäude, in dem früher eine Malzkaffeefabrik untergebracht war, als ein wichtiges Baudenkmal der Stadt.

2009 gründete sich der Förderverein Zukunftswerkstatt Paul-Gustavus-Haus Altenburg e.V., der seitdem als Eigentümer fungiert und sowohl die schrittweise Renovierung als auch die kulturelle Nutzung dieses lange ungenutzten Gebäudeensembles vorantreibt. 

Nahezu 80 ehrenamtliche Vereinsmitglieder engagieren sich hier mit dem Ziel, das Haus zu einem dringend benötigten soziokulturellen Stadtteilzentrum zu entwickeln. Die Schwerpunkte bilden hier vor allem der Austausch zwischen den Generationen, Integrationsprojekte und kulturelle Veranstaltungen. Es finden regelmäßig Lesungen, Konzerte, Ausstellungen, Filmabende und Workshops statt und das liebevoll eingerichtete Café lädt zu Austausch und Entspannung ein. 

Das Paul-Gustavus-Haus schaut aber auch über die eigenen Wände hinaus. So ist es aktiver Teil des Altenburger Netzwerkes Stadtmensch, das sich für bürgerschaftliches Engagement und die Belebung des Stadtraums starkmacht. In Altenburg wird das Haus inzwischen als Hoffnung auf eine alternative Begegnungsstätte zwischen den Kulturen und Generationen gesehen, als ein Ort des Austauschs und des Experiments – wohl wissend um die Notwendigkeit, personelle und bauliche Voraussetzungen zu verbessern.