In einer imposanten Stadtvilla ist der Kulturverein Villa K zuhause. Foto: Sascha Willms

Ein Eldorado für Jugendkultur

Die Villa K gibt seit fast 30 Jahren der Jugend ihren Raum – und wird dabei kein bisschen älter.

Der Kulturverein Villa K nutzt seit 1991 eine imposante Stadtvilla mit einer kleinen Parkanlage im Zentrum Schmalkaldens für seine Kulturarbeit. Junge Menschen und Junggebliebene finden hier beinahe unbegrenzte Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.

Die Villa ist aber auch der Anlaufpunkt für die verschiedenen subkulturellen Gruppen der Stadt. Mit offenen Ohren für Ideen, wachen Augen für Talente und passenden Angeboten wirkt sie in die Jugendkulturszene hinein und weit über die Stadtgrenzen hinaus.

Unter dem Dach der Villa K finden viele junge Bands ein Zuhause. Die Musikstile reichen hier vom Metal über Rock bis zu Punk und HipHop – aber auch die Freunde der elektronischen Musik kommen nicht zu kurz. In den mittlerweile vier Probenräumen können sie ungestört proben, an Riffs feilen, eigene Songs schreiben, Setlisten zusammenstellen oder an ihrer Technik frickeln.

Was auf dem Weg zur angesagten Band oder zum DJ sonst noch wichtig ist, vermitteln Profis in regelmäßigen Workshops. Bei Konzerten oder dem jährlichen Jugendkulturfestival im August können dann auch Erfahrungen auf der Bühne gesammelt werden.

Erste Schritte in den Bereichen Fotografie, Video und Gestaltung können hier ebenso gegangen werden. Auch Kinoenthusiasten und Filmliebhaber werden in der Villa K fündig. Das kleine, schnuckelige Club-Kino entführt in die Welt der bewegten Bilder. Zudem lockt der Kulturverein seit 1993 in der Sommersaison Gäste aus nah und fern zu den Sommerfilmnächten in das historische Ambiente des Schlosshofs der Wilhelmsburg.

Es gehört schon fast zur DNA der Villa K, aktuelle Szenetrends aufzuspüren, ihnen Raum zu geben und mit Projekten Akzente zu setzen. Für die Fans des Skateboard-Sports betreut der Verein die einzige Skatehalle der Region mit ihren Rampen, Pyramiden und Curbes.

Auch im Bereich Graffiti war und ist der Kulturverein Vorreiter in Thüringen. Zum Kunst-Festival Wallcome gelang es 2014, nationale und internationale Größen der Graffiti- und Urban-Art-Szene in die thüringische Kleinstadt zu holen.