Regelmäßig finden in den saalgärten Rootcircle-Partys für Drum’n’Bass-Fans statt. Foto: Rootcircle

Volles Alternativ­programm

Liebhaber von elektronischer Tanzmusik, Poety-Slams, Independent-Filmen oder veganem Kochen kommen in den „saalgärten“ Rudolstadt ganz auf ihre Kosten.

Das Soziokulturelle Zentrum „saalgärten“ in Rudolstadt entstand nach mehrjährigem Umbau aus einem ehemaligen Fabrikgebäude und wurde im Mai 1999 eröffnet. Die saalgärten sind Schauplatz von Konzerten, Partys, Poetry-Slam, jungem Theater, Kabarett und bieten eine offene Bühne für allerlei Talente.

Das Kino zeigt als Programmkino vor allem Independent- und Low-Budget-Produktionen, dazu Dokumentarfilme, Kurzfilm-, Regisseur- und Themenspecials. Menschen aller Altersklassen begegnen und betätigen sich während der unterschiedlichsten kulturellen Veranstaltungen. Kinder schauen sich während der Ferien lustige, traurige und manchmal auch ein bisschen gruselige Filme im Kino der saalgärten an, das mit 60 Plätzen ein familiäres Flair verbreitet. Und jedes Jahr im Herbst wird der oder die neue Freiwillige im FSJ Kultur in ein Spatzen-Kostüm gesteckt, um den Gewinnerfilm des Deutschen Kinder-Medien-Festivals Goldener Spatz vorzustellen.

Für alle Drum’n’Bass-Fans sind die Rootcircle-Partys mit DJs aus verschiedenen Ländern ein Muss. Besonders gefeiert wurden Mollie Collins aus Kent, Rushmore und Benny Page aus London sowie Foxy Lady aus Belgien, die bis in die Morgenstunden die Tanzfläche füllten und in Bus und Bahn zu früher Stunde für Passagiere sorgten. Großer Andrang herrscht auch bei den 80er- und 90er-Jahre-Partys, die ganze Generationen von Fans auf den bunt dekorierten Dancefloor locken. Knicklichter, Brausepulver und Mitsingen sind Pflicht. 

Die zahlreichen Konzerte können durch die intime Clubatmosphäre hautnah erlebt werden. Zu Gast waren u.a. Konrad Küchenmeister, Götz Widmann, Wenzel, Bombillaz, Laura Carbone und die Marko Markovic Brass Band. Eine Menge junger Leute und zunehmend auch ältere, schon erfahrene Köche sowie Geflüchtete treffen sich regelmäßig zur KÜFA (Küche für alle) – vegan kochen, um gemeinsam Gerichte ganz ohne tierische Produkte zuzubereiten. Das gemeinsame 3-Gänge-Menü ist krönender Abschluss dieses Koch-Events.